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74. Fründenrennen vom 10./11. Juni 2017

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20.06.2016

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Geschichte - warum ein Fründenrennen?

Der Fründengletscher, welcher sich im Frühsommer als einladende Abfahrtpiste präsentiert, brachte einige idealistische Sportler auf die Idee, auf diesem regelmässig ein Skirennen zu veranstalten.

Dieses fand am 26. Juni 1938 zum ersten Mal statt.

Bald nahm der Skiclub Kandersteg die Organisation an die Hand, besorgte einige Preise und was an Technik erforderlich war, ein paar Fahnen und Stangen, dazu eine Stoppuhr, wurden zur Fründenhütte getragen. Gestartet wurde jede Minute, was des öftern zu Überholungen auf der Rennstrecke führte.

Das Fründenrennen wurde immer als Freundschafts-Rennen verstanden und das gemütliche Zusammensein am Abend vor dem Rennen hatte immer einen hohen Stellenwert.

So findet sich im Hüttenbuch von 1976 folgende Notiz: Unfallfreies Rennen, gute Stimmung, sonniges bis bewölktes Wetter. Schneeverhältnisse: sulzig bis mistfaul, keine sturmen Köpfe, was für die Qualität der Fründenhütte-Weinkellerei spricht.

Charakteristik des Fründenrennens

Das Fründenrennen erlebte sehr unterschiedliche Beteiligung. So nahmen 1966 44 Skifahrer und 1984 gerade 6 Personen am Fründenrennen teil. Warum diese Schwankungen? Es ist nicht zu erklären! 1946 begab sich die erste Frau an den Start. Meieli Kammer aus Bern. Sie war Tagessiegerin, war sie doch die Einzige am Start. Ihr Beispiel sollte Schule machen. Schon 1949 waren es fünf Frauen die sich am Fründenrennen beteiligten. 1950 startete Frieda Dänzer aus Adelboden ebenfalls am Fründenrennen und gewann dieses fünf mal hintereinander, davon ernmal mit einer Zeit von 1.29 während der beste Mann eine Zeit von 2.00 fuhr. Frieda Dänzer wurde 1954 Weltmeisterin. 1976 wurden die Skis für die die wollten, erstmals per Helikopter zur Hütte geflogen, doch nur die Hälfte der Sportler machte von dieser Möglichkeit gebrauch. Wegen offenen Spalten oder schlechten Schneeverhältnissen konnte nicht immer auf dem Fründenjoch gestartet werden. Doch einmaloben, schienen die Läufer einiges an Wetterbedingungen in Kauf zu nehmen. So verloren sich, wegen stockdicken Nebels, zwei Skifahrer und konnten lange nicht gefunden werden. Laut Edi Schild, stürzte Werner Weibel 1944 bei seiner Abfahrt in eine Gletscherspalte, konnte aber unverzüglich von zwei mutigen Frauen, welche sich derzeit auf der Rennstrecke aufhielten, gerettet werden. Nebst Stürzen und kleineren Verstauchungen hatte man amFründenrennen nie einen Unfall zu beklagen. 

Die Preisverleihung

Die Preisverleihung fand immer im Hotel Oeschinensee statt. Dort wusste man oft in heiterem Stil zu feiern was es zu feiern gab und es soll Teilnehmer gegeben haben, welche sich zu vorgerückter Stunde am Rinderstutz abseilen mussten um nach Hause zu kommen. Dem Skiclub Kandersteg war es immer ein Anliegen jedem Teilnehmer einen Preis zu geben. Man wollte damit die auch heute noch immer ungewöhnliche sportliche Leistung gebührend würdigen. Diese kleine Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Verfasserin Silvia Loretan, Auszug aus der Jubiläumsfestschrift 2004: